Das Interesse im Vorfeld ist nicht übermäßig groß, so fahren am Montag morgen um 5.00 Uhr lediglich 6 Studentinnen mit Herrn Prof. Schilling im Kleinbus gen Niederlande. Das Wetter ist absolut unfreundlich, es gießt in Strömen, umso herzlicher ist um 13.00 Uhr der Empfang in der Thorbecke Academie in Leeuwaarden durch die dortigen Studenten und Studentinnen sowie Herrn Prof. Brinks.
Ab der freundlichen Begrüßung ist uns ihre Begleitung für die nächsten Tage sicher. So findet bereits um 14.00 Uhr der erste Programmpunkt statt - ein Besuch bei der Gemeindeverwaltung im Rathaus Leeuwaarden. Auf deutsch und englisch je nach Vortrag und Information erfahren wir Näheres über den 3-stufigen Verwaltungsaufbau, die Geschichte der Stadt Leeuwaarden und die neuen Verwaltungskonzepte wie Produktorientierung und Kundenorientierung. Die zusätzlichen Fragen, sowie Übersetzungen und Erklärungen der Niederländischen Studenten machen das Ganze gleich noch interessanter.
Bis wir danach in die privaten Unterkünfte bei den Studentinnen und Studenten gelangen, sind sie uns nicht mehr völlig fremd. Zum besseren Kennenlernen findet am selben Abend noch ein gemeinsames Essen statt, mit niederländischem Srachkurs. So endet der erste Tag viel später, nach anschließenden Kneipenbesuchen und ausgiebigen Gesprächen.
Ähnlich ausgelastet sind wir dann auch die weiteren Tage. Ein Besuch der Provinzverwaltung Friesland, mehrere Vorträge an der Academie, mit zusätzlichen Übungen und Taemworkaufgaben in niederländisch- deutschen Gruppen, machen vieles über die unterschiedliche Verwaltungsstruktur der Niederlande deutlich. Und was durch das offizielle Programm noch ungeklärt bleibt, wird durch unsere Gastgeber in sonstigen Gesprächen ergänzt.
Land und Leute kennenzulernen ist unser Ziel. So fahren wir nach Groningen und Den Haag und sehen dabei viel von der Landschaft und den Städten. Wie bereits zu Anfang erwähnt: immer und überall ist uns die niederländische Begleitung in großer Zahl sicher. So fehlen auch unsere Professoren Herr Schilling, Herr Brinks sowie Frau Dijkgraaf nicht bei unseren abendlichen Kneipenbesuchen und beim eigens für uns veranstalteten Abschlußfest am letzten Abend.
Ein ganz besonderer Dank geht daher an unsere Gastgeber, die diese Woche gestaltet haben, das heißt an alle bei denen wir untergebracht waren und die uns stets begleitet haben. Speziell an Herrn Professor Brinks als Organisator von niederländischer Seite. Und natürlich Herrn Professor Schilling, der mit dazu beigetragen hat, daß alles so gut und problemlos geklappt hat.
Schön war's, und die Freude auf den geplanten Gegenbesuch ist schon jetzt sicher.
Heike Diening
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