aus der rückgrat-Ausgabe 3/1994

Es geht um Geld:

park & pay an der FHöV

Bald ist es soweit, ab 1.1.95 müssen wohl alle Benutzer von Stellplätzen des Landes 20 DM pro Monat zahlen. Da unsere FH-, PH- und die S-Bahn-Parkplätze dem Land gehören, sind auch wir und alle anderen Studenten des Hochschulkomplexes Ludwigsburg davon betroffen.
Nach Gesprächen mit Oberregierungsrat Wörner vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung und dem Geschäftsführer der neugegründeten Parkraumgesellschaft mbH Dr. Krappel zeigen sich folgende Hintergründe:

WARUM?:

Das Land hat die Förderung und Weiterentwicklung des ÖPNV als wichtige und notwendige Aufgabe erkannt. Um die Förderung finanzieren zu können, muß Geld her und zwar das Geld, das die "Gegenspieler" des ÖPNV, die Autofahrer, in ihrem Geldbeutel haben. So soll der gesamte Gewinn der Parkraum GmbH zur Finanzierung von Semester-Tickets und für gemeinnützige Zwecke im Hochschulbereich verwendet werden.

Dies hat zur Folge, daß

WIE?:

Viele Einzelheiten sind bei Redaktionsschluß noch nicht beschlossen gewesen und werden sich auch noch öfters ändern bis die Bewirtschaftung vollständig funktioniert.

Eine mögliche und zur Zeit wahrscheinliche Lösung sieht so aus:

Wie bei jeder Neuerung bringt auch diese noch unbedingt zu lösende Probleme mit:

Ich glaube, es werden noch sehr chaotische Zustände auf uns zukommen, bis die Sache endlich reibungslos klappt.
Die Einführung von Parkplatzentgelten ist so gut wie sicher, es geht nur noch darum, die Frage nach dem "wie" so zu lösen, daß die Idee effizient, gerecht und funktionierend umgesetzt wird. Hier ist vor allem die FH-Verwaltung an der Reihe, aber auch die Studenten sollten sich konstruktive Lösungen überlegen und der Verwaltung diese zur Unterstützung in die Aktentasche legen, wenn sie bei den folgenden Sitzungen in den Ministerien das Bestmögliche für uns herauszuholen versuchen.

P.S.: Wenn Du dieses rückgrat in den Händen hälst, werden viele Einzelheiten schon beschlossen sein, die vielleicht ganz anders aussehen wie in diesem Bericht geschildert. Hoffentlich zu unserem Vorteil!

Volker Haug I/93